Butter "bei die Fische"

Kürzlich hatte das ARD-Morgenmagazin die Kanzlerkandidatin der AFD, Alice Weidel, zum Gespräch eingeladen. Während die smarte Alice Weidel versuchte, Gelassenheit zu bewahren, geriet das Herausfordererpaar Dunja Hayali und Andreas Wunn schnell in einen potenziellen Erregungszustand und schaltete – zumindest erweckte es den Eindruck - auf Angriffsmodus um. Häufig wurde Frau Weigel unterbrochen und ihr nicht die Zeit gelassen, ihre Argumente vorzutragen.
Es ist ein Schema, wie wir es in nahezu allen Tolkshows vorfinden, die über den Bildschirm flimmern, wenn es um die AFD geht. Ich kann mir vorstellen, dass diese Partei gerade deshalb - nicht etwa wegen ihres fragilen Programms – in den Augen zahlreicher Menschen Punkte sammelt.
Das macht mich sehr betroffen, denn einmal mehr erweckt es für mich den Anschein, dass die Medien und die Politiker es konzeptionell und argumentativ nicht vermögen, den Einfluss der AFD einzugrenzen. Mit ihrer permanenten Verteufelung dieser Partei bereiten sie ihr stets neue Bühnen, Stimmen zu generieren, weil sich die Menschen von der aktuellen Politik und ihren Versprechungen in Bezug auf ihre eigenen Belange nicht mehr vertreten sehen.
Ehrlich gesagt, mir macht das Auftreten der aktuellen Kanzlerkandidaten wenig Hoffnung, dass sich vor allem diesbezüglich etwas ändern könnte.

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